FWG Kreis Warendorf e.V. informiert sich über Zukunft der Verbraucherberatung

Am Mittwoch, 11. März 2026, trafen sich Mitglieder der FWG Kreis Warendorf e. V. zu einem Informations- und Austauschgespräch in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Ahlen. Hintergrund des Besuchs sind die anstehenden politischen Beratungen zur zukünftigen Förderung der Verbraucherzentrale im Kreis Warendorf ab dem Jahr 2027.

Der Regionalleiter der Region Westfalen Bereich Beratung und Bildung, Rafael Lech und die Leiterin der Beratungsstelle Ahlen, Judith Spittler, informierten die FWG-Mitglieder über die aktuelle Arbeit der Verbraucherzentrale sowie über die Perspektiven und Planungen für die kommenden Jahre. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, mit Blick auf die politischen Beratungen im Kreistag frühzeitig den Dialog mit den Fraktionen zu suchen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. ist bereits seit 1989 in Ahlen im Kreis Warendorf und seit 2010 im gesamten Kreis Warendorf tätig und bietet Bürgerinnen und Bürgern umfassende Verbraucherberatung und Unterstützung. Die Finanzierung der Beratungsstelle erfolgt gemeinsam durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Kreis Warendorf und die Stadt Ahlen. Der Kreis übernimmt dabei derzeit rund 25 Prozent der Gesamtkosten. Für das Jahr 2026 wurde ein maximaler Kreiszuschuss in Höhe von 69.819 Euro vereinbart.

Ziel der Verantwortlichen der Verbraucherzentrale ist es, das bewährte Beratungsangebot für die Menschen im Kreis Warendorf langfristig zu sichern. Über den derzeit bestehenden Ein-Jahres-Vertrag für 2026 hinaus soll möglichst eine längerfristige Vereinbarung ab dem 1. Januar 2027 mit dem Kreis Warendorf, der Stadt Ahlen und dem Land Nordrhein-Westfalen geschlossen werden.

Im Vorfeld der politischen Beratungen – der erste Austausch ist im Ausschuss für Soziales und Gesundheit am 19. März 2026 vorgesehen – informierten die Verantwortlichen der Verbraucherzentrale die FWG über den aktuellen Stand der Gespräche und stellten ein kompaktes Informationspaket zur politischen Meinungsbildung vor.

Die Mitglieder der FWG-Fraktion nahmen das Angebot zum Austausch gerne an, um sich ein Bild von der Arbeit der Verbraucherzentrale vor Ort zu machen, die Besonderheiten der Verbraucherberatung im Kreis Warendorf kennenzulernen und offene Fragen zu klären.

Im Gespräch wurde deutlich, welche wichtige Rolle die Verbraucherzentrale für viele Bürgerinnen und Bürger im Kreis spielt. Ratsuchende wenden sich beispielsweise bei zu hohen Rechnungen, mangelhaften Dienstleistungen, untergeschobenen Verträgen oder nicht eingehaltenen Lieferverträgen an die Beratungsstelle. Auch bei Problemen rund um Energieverträge – etwa bei fehlerhaften Abrechnungen, zu hohen Abschlagszahlungen oder Schwierigkeiten beim Anbieterwechsel – finden Verbraucherinnen und Verbraucher hier Unterstützung.

Darüber hinaus hilft die Beratungsstelle bei Problemen im Online-Handel, etwa bei Fakeshops, Telefon- oder Haustürwerbung sowie bei defekt gelieferter Ware. Auch bei Fragen zu Geld- und Kreditproblemen, drohenden Energiesperren oder im Umgang mit Inkassodiensten bietet die Verbraucherzentrale kompetente Hilfe.

„Verbraucherschutz vor Ort bedeutet mehr als Beratung: Er stärkt Verbraucherrechte, sorgt für fairere Märkte und entlastet kommunale Strukturen, weil Probleme frühzeitig gelöst werden können“, erklärte Beratungsstellenleiterin Judith Spittler.

Aus Sicht der FWG Kreis Warendorf e. V. nimmt die Verbraucherzentrale damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr. Sie ist für viele Menschen eine unabhängige und verlässliche Anlaufstelle, wenn es darum geht, ihre Rechte als Verbraucherinnen und Verbraucher durchzusetzen und Unterstützung in schwierigen Situationen zu erhalten.

Das Foto zeigt (v.l.): Ulrich Menke, Sílvia Hillebrand, Frank Heidelmann, Judith Spittler, Markus Beumker, Dorothea Nienkemper und Rafael Lech.